Sichern Sie Ihre Fertigung gegen elektrostatische Entladungen (ESD) und Zündgefahren nach DIN EN 61340-5-1

ESD- & Antistatik-Boden nach DIN EN 61340-5-1

Elektrostatische Entladungen gefährden sensible Bauteile und Ihre Prozesssicherheit. Wir ersetzen wartungsintensive Epoxidharz-Beschichtungen durch dauerhaft volumenleitfähige Beton- und Estrichsysteme. Mechanisch veredelt, chemisch verdichtet und normkonform; für maximale Ausfallsicherheit ohne Renovierungsstau, selbst bei extremer mechanischer Belastung.

Produktionssicherheit durch integrierte Leitfähigkeit

Unkontrollierte Entladung kostet Produktionseffizienz

Elektrostatische Entladungen (ESD) sind eine unsichtbare Gefahr für Ihre Wertschöpfungskette. Bereits Spannungen von unter 100 Volt zerstören Mikrochips und elektronische Bauteile irreversibel; Schäden, die oft erst durch Ausfälle beim Endkunden sichtbar werden. In Ex-Schutz-Bereichen (ATEX) entscheidet die zuverlässige Vermeidung von Zündfunken zudem direkt über die Betriebssicherheit.

Das Risiko konventioneller Lösungen: Standard-Betonböden wirken elektrisch isolierend. Marktübliche ESD-Beschichtungen (z. B. Epoxidharz) bieten oft nur trügerische Sicherheit. Sie fungieren als dünne Opferschicht, bei der mechanischer Abrieb durch Gabelstapler oder Kratzer den Ableitpfad unterbricht und die Schutzfunktion unbemerkt außer Kraft setzt.

Der Grindingfloor-Ansatz: Wir ersetzen störanfällige Schichten durch Volumenleitfähigkeit. Bei unseren Systemen ist die Ableitfähigkeit integraler Bestandteil des Bodenkörpers und nicht nur auflackiert. Das Ergebnis ist eine dauerhaft stabile Ableitung der Ladung nach DIN EN 61340-5-1, die selbst extremster mechanischer Beanspruchung standhält. Kein Abplatzen, kein Isolationsrisiko, keine wiederkehrenden Sanierungskosten.

Skalierbare Sicherheit für jeden Lastbereich

Die Technologien:
Zwei Wege zur Ableitfähigkeit

Wir realisieren ESD-Schutz nicht nach dem Gießkannenprinzip, sondern angepasst an Ihre mechanischen und chemischen Belastungsprofile. Grindingfloor setzt auf zwei bewährte Systemtechnologien, die Ableitfähigkeit nicht als temporäre Beschichtung, sondern als dauerhafte Eigenschaft des Bodens definieren.

Für extreme Punktlasten und aggressive Chemiebereiche

Das Schwerlast-System: Leitfähige Keramik (Hexacer®)

In Zonen höchster Beanspruchung – etwa in der Batterieproduktion oder der chemischen Industrie – installieren wir das Hexacer®-System im Rüttelverfahren. Hierbei werden extrem widerstandsfähige, sechseckige Feinsteinzeugfliesen in ein spezielles, leitfähiges Kunstharzbett verlegt.

Die wirtschaftliche Lösung für Großflächen und Logistik

Das Monolithische System: Leitfähiger Beton & Estrich

Für Produktionshallen, ESD-Montagebereiche und Hochregallager veredeln wir den vorhandenen Beton- oder Estrichboden direkt. Durch unser mehrstufiges Schleifverfahren und den Einsatz der Lithium-Silikat-Technologie (Pentra-Sil) wird der Boden tiefenwirksam vergütet, statt nur beschichtet.

Spezifikationen & Normenkonformität

Normgerechter ESD-Schutz durch systemische Volumenleitfähigkeit

Die elektrische Leistungsfähigkeit unserer Bodensysteme basiert nicht auf Zufall, sondern auf definierter Leitfähigkeit der eingesetzten Materialien. Wir garantieren die Einhaltung der geforderten Grenzwerte für ESD-Schutzzonen (EPA) und explosionsgefährdete Bereiche durch systemimmanente Volumenleitfähigkeit.

Technische Parameter

Ableitwiderstand (Rg)

Konfigurierbar im Bereich 106 Ω bis 109 Ω (dissipativ) oder < 106 Ω (leitfähig) gemäß Anforderungsprofil.

Systemwiderstand (Mensch/Schuh/Boden)

< 3,5 x 107 Ω (bei Verwendung von ESD-Schuhwerk).

Begehspannung (Walking Body Voltage)

< 100 Volt (Messung gemäß DIN EN 61340-4-5).

Brandschutzklasse

A1 (nicht brennbar) bei monolithischen Beton- und Estrichsystemen.

Normen-Erfüllung

DIN EN 61340-5-1

Schutz von elektronischen Bauelementen gegen elektrostatische Phänomene.

TRGS 727

Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen (ATEX-Konformität).

AGI Arbeitsblatt S 30

Anforderungen an Industrieböden (für Hexacer®-Systeme).

Verifizierung & Erdung

Die Ableitung erfolgt über ein eingebrachtes Kupferband-Netz oder definierte Erdungspunkte, die kraftschlüssig mit dem Potenzialausgleich des Gebäudes verbunden werden. Die Übergabe beinhaltet ein vollständiges Messprotokoll der Widerstandswerte (Rp-p und Rg) unter Berücksichtigung der relativen Luftfeuchte, um die dauerhafte Funktion ohne isolierende Sperrschichten nachzuweisen.

Dauerhafte Volumenleitfähigkeit statt verschleißanfälliger Beschichtungen

Mechanische Beständigkeit schlägt chemische Beschichtung

Der Industriestandard für ESD-Schutz setzte lange auf Epoxidharz-Beschichtungen. Diese Systeme haben jedoch einen entscheidenden konstruktiven Nachteil: Sie funktionieren als „Opferschicht“. Sie isolieren den eigentlichen Betonboden und stellen die Leitfähigkeit lediglich über eine wenige Millimeter dünne Decklage her.

Das Risiko

Ein einziger tiefer Kratzer – etwa durch eine Palettengabel oder schleifende Metallteile – durchtrennt das leitfähige Netz. An dieser Stelle bricht die Ableitkette zusammen, der Boden wird zum Isolator und das ESD-Risiko für Ihre Bauteile ist unbemerkt wieder präsent. Zudem müssen diese Beschichtungen oft alle 3 bis 5 Jahre unter kostenintensiven Betriebsunterbrechungen erneuert werden.

Split-Screen Vergleich in einer Elektronikfertigung: Links eine aufgeplatzte und zerkratzte ESD-Bodenbeschichtung - rechts ein intakter polierter Betonboden mit Volumenleitfähigkeit - Visualisierung von Verschleißanfälligkeit gegenüber mechanischer Beständigkeit.

Die Grindingfloor-Lösung: Volumenleitfähigkeit

Wir verzichten auf empfindliche Filmbildner. Bei unseren monolithischen Systemen (Beton/Estrich) und dem Hexacer®-Boden wird der Bodenkörper selbst leitfähig gemacht.

Blick auf einen Hexacer Industrieboden mit sechseckigen Fliesen in einer Produktionshalle mit FTS Roboter und Edelstahlmaschinen - Visualisierung der Volumenleitfähigkeit ohne Beschichtung.

Branchenspezifische Sicherheitskonzepte

ESD-Schutz für kritische Fertigungsumgebungen

Unterschiedliche Industrien stellen differenzierte Anforderungen an leitfähige Böden. Während in der Mikroelektronik der Schutz des Bauteils (EPA) im Fokus steht, priorisiert die Chemieindustrie den Personenschutz und die Vermeidung von Zündquellen (Ex-Schutz). Wir adaptieren unser Bodensystem exakt auf Ihr Risikoprofil.

Fahrerloses Transportsystem auf leitfähigem Betonboden in einer Automobil-Produktionshalle mit Robotern im Hintergrund - Visualisierung von ESD-Schutz in der E-Mobility Fertigung.

Automobilindustrie & E-Mobility

In der Montage moderner Fahrzeuge und der Batteriezellfertigung treffen sensible Steuerelektronik (ECUs) auf schweren Staplerverkehr und fahrerlose Transportsysteme (FTS).

Autonomer Transportroboter in einem sterilen Reinraum für Mikrochip-Produktion auf extrem glattem, hochglanzpoliertem ESD-Boden - Visualisierung der Elektronikfertigung und Halbleiter-Sicherheit.

Elektronikfertigung & Mikrochip-Produktion

Bereits Mikroladungen können Halbleiter beschädigen („latente Fehler“). Hier ist ein definierter Systemwiderstand Mensch/Schuh/Boden entscheidend.

Blick in eine pharmazeutische Produktionsanlage mit Edelstahltanks und leitfähigem Hexacer Keramikboden - Visualisierung von ESD-Schutz in Chemie und Pharma Bereichen nach ATEX Standards.

Chemie, Pharma & Ex-Schutz (ATEX)

In Bereichen, in denen mit brennbaren Gasen oder Stäuben gearbeitet wird (Zone 0/1/2 sowie 20/21/22), muss der Boden die Zündfunkenbildung sicher verhindern.

Automatisches Transportfahrzeug bewegt sich schnell über einen polierten leitfähigen Betonboden in einem Logistikzentrum mit Förderbändern und Hochregalen - Visualisierung von ESD-Schutz in Verpackungszentren.

Logistik & ESD-Verpackungszentren

Automatisierte Hochregallager und Distributionszentren erzeugen durch schnelle Bewegungsabläufe hohe Reibungselektrizität.

ESD-Schutz mit System: Zertifizierte Ableitfähigkeit durch definierten Prozess

Prozessablauf: Von der Analyse zur zertifizierten Ableitfähigkeit

Wir überlassen den ESD-Schutz nicht dem Zufall. Unser Installationsprozess folgt einem strikten Protokoll, um die Normenkonformität nach DIN EN 61340-5-1 vom ersten Quadratmeter an sicherzustellen und spätere Reklamationen auszuschließen.

1.

Analyse & Messkonzept

Vor Beginn prüfen wir den Ist-Zustand des Untergrunds (CM-Messung der Restfeuchte, Temperatur, Abreißfestigkeit). Wir definieren gemeinsam mit Ihren ESD-Koordinatoren die exakt geforderten Grenzwerte für den Ableitwiderstand und den Systemwiderstand, angepasst an Ihre EPA-Anforderungen.

2.

Mechanische Untergrundvorbehandlung

Ein leitfähiges System benötigt eine perfekte Basis. Wir bereiten den Bestandsboden durch Kugelstrahlen oder Diamantschleifen vor. Dies entfernt haftungsmindernde Stoffe und isolierende Schichten, um einen kraftschlüssigen Verbund für die nachfolgende Veredelung zu gewährleisten.

3.

Installation & Erdungs-Management

Einbau des gewählten Systems (monolithische Lithium-Vergütung oder Hexacer®-Fliese). Der kritische Punkt ist die Ableitung: Wir installieren definierte Erdungspunkte und binden das Bodensystem bei Bedarf über Kupferbänder fachgerecht an den Potenzialausgleich Ihres Gebäudes an.

4.

Verifizierung & Messprotokoll

Keine Übergabe ohne Nachweis. Wir führen die finale Abnahmemessung durch (Walking-Body-Voltage-Test und Widerstandsmessung bei definierter Luftfeuchte) und dokumentieren die Werte in einem rechtssicheren Protokoll. Erst wenn die Leitfähigkeit flächendeckend bestätigt ist, gilt das Projekt als abgeschlossen.

Häufige Fragen zu ESD- & Antistatik-Boden nach DIN EN 61340-5-1

FAQ: ESD- & Antistatik-Boden nach DIN EN 61340-5-1

Fundierter ESD-Schutz erfordert mehr als nur das richtige Material; er verlangt tiefes Verständnis für Normen und Systemgrenzen. Wir beantworten die entscheidenden technischen Fragen, um Ihre Planungssicherheit zu maximieren und Risiken im Vorfeld auszuschließen.

Der Begriff „antistatisch“ ist physikalisch ungenau und bezieht sich meist nur auf die Vermeidung von Personenaufladung (Minimierung des „Schlags“ bei Berührung). Ein ESD-Boden hingegen muss nach DIN EN 61340-5-1 exakte Grenzwerte einhalten, um elektronische Bauteile (ESDS) zu schützen. Er leitet Ladungen kontrolliert gegen Erde ab (Rg < 1 x 109 Ω) und begrenzt die Begehspannung (Walking Body Voltage) auf unter 100 Volt.

Anders als bei Anstrichen, die nur leitfähige Partikel (z.B. Carbonfasern) in einer dünnen Deckschicht enthalten, setzen wir auf Volumenleitfähigkeit. Beim Hexacer®-System erfolgt die Ableitung über das leitfähige Fugen- und Bettungsmaterial. Bei monolithischen Betonböden nutzen wir die natürliche Leitfähigkeit des mineralischen Gefüges in Kombination mit tiefenwirksamen Lithium-Silikaten (Pentra-Sil), die das Porenvolumen leitfähig schließen, ohne eine isolierende Schicht zu bilden.

Ja. Um die elektrostatischen Ladungen sicher aus dem Raum abzuführen, muss das Bodensystem an den Potenzialausgleich des Gebäudes angeschlossen werden. Wir installieren hierzu definierte Erdungspunkte oder ein Kupferband-Netz unterhalb der Nutzschicht, die von Ihrem Elektriker final angeschlossen werden.

Absolut. Dies ist der entscheidende Vorteil gegenüber Epoxidharz-ESD-Beschichtungen. Da unsere Systeme (geschliffener Beton oder Hexacer®-Fliese) keine empfindliche Deckschicht besitzen, kann der Ableitpfad nicht durch mechanischen Abrieb oder Kratzer von Palettengabeln unterbrochen werden. Die Leitfähigkeit bleibt auch bei schwerstem Staplerverkehr in der Logistik oder Automobilindustrie dauerhaft erhalten.

Ja. Für explosionsgefährdete Bereiche (Zone 0/1/2 sowie 20/21/22) realisieren wir Böden gemäß TRGS 727. Hierbei liegt der Fokus auf der Vermeidung von Zündfunken durch elektrostatische Entladung. Besonders unser chemikalienbeständiges Hexacer®-System ist ideal für Abfüllbereiche in der chemischen und pharmazeutischen Industrie geeignet.

Ja. Unsere Systeme (insbesondere PharmaFloor und hochpolierte Betonflächen) erfüllen die Anforderungen an partikelarme Umgebungen gemäß GMP-Richtlinien und US-Fed. Std. 209 E. Durch die extreme Verdichtung und Politur der Oberfläche wird Staubabrieb unterbunden, während die Leitfähigkeit die Anziehung von Schwebstoffen durch statische Aufladung verhindert.

Ja. Im Rahmen einer Industriebodensanierung entfernen wir durch Schleifen oder Fräsen die kontaminierten Schichten. Anschließend wird der Boden chemisch gereinigt, neutralisiert und mittels Lithium-Technologie vergütet. So transformieren wir einen alten Bestandsboden in einen modernen, leitfähigen Industrieboden, ohne dass ein Komplettaustausch des Betons nötig ist.

Zwingend. Alte Epoxidharz- oder PU-Beschichtungen wirken meist als Isolator. Wir entfernen diese Schichten rückstandslos durch Planfräsen oder Diamantschleifen, um den leitfähigen Betonkern freizulegen und eine homogene Ableitfähigkeit sicherzustellen.

Dank unserer effizienten Maschinentechnik und schnellhärtenden Systeme (Pentra-Sil/Guard) sind Flächenleistungen von bis zu 1.000 m² pro Tag möglich. Da wir auf lange Aushärtezeiten von Mehrschicht-Systemen verzichten, werden Ihre Betriebsunterbrechungen auf ein absolutes Minimum reduziert.

Die falsche Reinigung ist der häufigste Grund für den Ausfall von ESD-Böden. Verwenden Sie keinesfalls wachshaltige oder filmbildende Reiniger, da diese eine isolierende Schicht aufbauen („Isolator-Effekt“). Wir empfehlen die mechanische Reinigung mit Twister-Pads und klarem Wasser. Dies erhält die Leitfähigkeit dauerhaft, ohne Chemie und ohne teure Spezialreiniger.

Nein. Im Gegensatz zu ESD-Versiegelungen, die sich abnutzen und alle 3–5 Jahre erneuert werden müssen (Refresh), ist die Leitfähigkeit bei unseren monolithischen und keramischen Systemen eine Materialeigenschaft. Sie bleibt über die gesamte Lebensdauer des Bodens erhalten, solange keine isolierenden Fremdschichten (Schmutz, Wachs) aufgebracht werden.

Vertrauen ist gut, Messung ist besser. Vor der Übergabe führen wir eine normgerechte Abnahmemessung durch. Wir dokumentieren den Erdableitwiderstand (Rg) und den Systemwiderstand an repräsentativen Messpunkten. Auf Wunsch führen wir auch den Walking-Body-Voltage-Test durch. Sie erhalten ein detailliertes Messprotokoll für Ihr ESD-Control-Program (Qualitätssicherung).

Technische Projektberatung

Spezifische Anforderungen oder Normen-Fragen?

Lassen Sie uns Ihre Raumsituation analysieren und die technisch sicherste Ableit-Lösung gemäß DIN EN 61340-5-1 definieren.

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Kontakt & Projektierung

Verlassen Sie sich beim ESD-Schutz nicht auf Vermutungen. Wir planen Ihr Bodensystem exakt nach den Vorgaben Ihres ESD-Koordinators, der DIN EN 61340-5-1 oder der TRGS 727. Von der ersten Untergrundanalyse bis zur zertifizierten Abnahmemessung.

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Senden Sie uns die Eckdaten Ihres Projekts (Fläche, Nutzung, geforderte Ohm-Werte). Unsere Techniker prüfen die Machbarkeit und erstellen kurzfristig ein technisches Festpreis-Angebot.