Substanzschonender Abtrag für planebene Untergründe

Planfräsen und Entschichten für Betonboden

Entfernen Sie Altbeschichtungen und nivellieren Sie Unebenheiten in einem einzigen, effizienten Arbeitsgang. Unsere funkferngesteuerte 750-kg-Rotationstechnik arbeitet aggressiv gegen Beläge, aber schonend für das Betongefüge. Das Resultat ist ein extrem ebener Untergrund, der teure Ausgleichsmassen im Neuaufbau oft überflüssig macht.

Geometrische Korrektur für ebene, normgerechte Bodenaufbauten

Planfräsen statt nur reinigen

Die Wahl des falschen Vorbereitungsverfahrens führt oft zu Mängeln im neuen Bodenaufbau. Kugelstrahlen (Shot Blasting) ist zwar der Standard für die Reinigung, besitzt jedoch eine entscheidende physikalische Limitierung: Das Strahlbild folgt der Topografie des Bestandsbodens. Vorhandene Bodenwellen werden nicht beseitigt, sondern lediglich gereinigt.

Das Planfräsen (Surface Milling) hingegen arbeitet geometrisch korrigierend. Durch den Einsatz schwerer Rotationstechnik und polykristalliner Diamantwerkzeuge (PKD) schneiden wir „Spitzen“ im Beton ab und egalisieren die Oberfläche auf ein definiertes Höhenniveau.

Indikationen für den Einsatz unserer Frästechnik:

Präzision durch schwere Rotationstechnik

Hochleistungsabtrag in 4 Phasen

Wir ersetzen destruktive Stemmarbeiten durch kontrollierte Frästechnik. Unser Verfahren garantiert, dass der statische Unterbeton intakt bleibt, während Aufbauten und Kontaminationen restlos entfernt werden.

1.

Substanzanalyse & Werkzeugkonfiguration

Vor Arbeitsbeginn analysieren wir die Härte und Art der Altbeschichtung (Epoxidharz, PU, Kleber, Spachtel) sowie die Güte des darunterliegenden Betons. Basierend auf diesen Daten bestücken wir die Planetenteller unserer Maschinen mit den passenden polykristallinen Diamantwerkzeugen (PKD). Die korrekte Schneidgeometrie ist entscheidend, um thermoplastische Beläge kalt abzuscheren, ohne dass die Werkzeuge verkleben („Verschmieren“).

2.

Grobabtrag & Nivellierung (Heavy Milling)

Der Hauptabtrag erfolgt mit funkferngesteuerten Großmaschinen (bis 750 kg Einsatzgewicht). Durch den enormen Anpressdruck dringen die PKD-Segmente unter die Altlast und schälen diese vom Untergrund ab. Gleichzeitig korrigieren wir in diesem Arbeitsgang Unebenheiten und Wellen im Beton. Das Verfahren arbeitet vibrationsarm und vermeidet Mikrorisse im Betongefüge, die bei schlagenden Verfahren (Stemmen, Kugelstrahlen) oft entstehen.

3.

Randbearbeitung & Detailfräsen

Großmaschinen bearbeiten die Fläche, aber Qualität zeigt sich im Detail. Parallel zum Flächenabtrag bearbeiten wir Wandanschlüsse, Stützenumfassungen und schwer zugängliche Bereiche mit spezialisierten Handfräsen und kleineren Rotationseinheiten. Wir garantieren einen nahtlosen Übergang und einen bündigen Abtrag bis an die Kante, um händische Nacharbeiten für Ihr Nachfolgegewerk zu eliminieren.

4.

Feinschliff & Finish

Nach dem Fräsen weist der Boden eine grobe, sehr griffige Textur auf. In einem finalen Überlauf mit feineren Diamantwerkzeugen „brechen“ wir die Spitzen dieser Textur. Dies erzeugt ein homogenes Schliffbild mit optimalen Haftzugwerten für nachfolgende Beschichtungen oder Verlegungen. Der gesamte Prozess wird von Hochleistungsindustriesaugern begleitet, die anfallenden Staub und Abtragsmaterial direkt an der Entstehungsstelle absaugen.

Kostenreduktion durch geometrische Präzision

Warum Planfräsen das Gesamtbudget entlastet

Die Wirtschaftlichkeit einer Bodensanierung entscheidet sich oft nicht beim Abtragspreis pro Quadratmeter, sondern im Materialverbrauch des nachfolgenden Aufbaus. Herkömmliche Verfahren wie das Kugelstrahlen reinigen zwar, folgen aber der Wellenbewegung des Bestandsbodens. Werden diese Unebenheiten nicht korrigiert, müssen sie später kostenintensiv ausgeglichen werden.

Unser Planfräs-Verfahren kehrt diese Logik um: Wir investieren in eine präzise Geometrie des Untergrunds, um signifikante Einsparungen im Folgegewerk zu erzielen.

Ihre wirtschaftlichen Vorteile im Detail

Massive Materialersparnis bei Ausgleichsschichten

Durch das Herstellen einer absolut planebenen Oberfläche entfällt der Bedarf für dicke Egalisierungsspachtelungen oder teure Kratzspachtelungen. Nachfolgende Beschichtungssysteme (z. B. OS 8 oder Verlaufbeschichtungen) können in der technisch minimalen Schichtstärke appliziert werden. Bei großen Hallenflächen summiert sich diese Einsparung an Reaktionsharzen schnell auf fünfstellige Beträge.

Split-Ansicht Vergleich Materialverbrauch - Links welliger Untergrund nach Kugelstrahlen mit vielen Materialeimern - Rechts plan gefräste Ebene mit minimalem Materialbedarf für die Beschichtung - Visualisierung der Kostenreduktion.

Optimierung der Haftzugwerte

Das Fräsen erzeugt eine definierte Rautiefe, die eine mechanische Verkrallung des neuen Belags begünstigt. Wir erzielen standardmäßig Haftzugwerte, die weit über den geforderten 1,5 N/mm² liegen. Dies minimiert das Risiko von Delaminationen und Gewährleistungsansprüchen drastisch.

Technische Grafik zur Bodenhaftung - Links welliger Untergrund mit Delaminationsrisiko - Rechts plan gefräster Boden mit Lupe, die grüne Pfeile für mechanische Verkrallung und hohe Haftzugwerte zeigt.

Synergieeffekt im Bauablauf

Wir kombinieren zwei Arbeitsschritte – das Entschichten von Altlasten und das Nivellieren des Betons – in einem einzigen Arbeitsgang. Dies verkürzt die Vorbereitungszeit auf der Baustelle erheblich und ermöglicht eine frühere Übergabe an den Beschichter oder Bodenleger.

Rückansicht einer schweren Planfräse auf Industrieboden - Links alte beschichtete Fläche und rechts frisch gefräste nivellierte Bahn - Visualisierung von Entschichten und Nivellieren in einem Arbeitsgang.

Einsatzgebiete für subtraktive Bodenbearbeitung

Präzisionsabtrag für Logistik, Produktion und Sanierung

Wir setzen Frästechnik dort ein, wo Oberflächen nicht nur gereinigt, sondern geometrisch korrigiert oder tiefgreifend von Altlasten befreit werden müssen. Unser Verfahren ist die Standardlösung für vier zentrale Anforderungsprofile:

Arbeiter mit Bodenfräse beim Abtrag einer kontaminierten Betonschicht in einer Lagerhalle - im Hintergrund Vermessungstechniker mit Theodolit zur Nivellement-Prüfung - Visualisierung der Sanierung von Produktionshallen.

Logistik & Hochregallager (VNA-Flächen)

Moderne Schmalgangstapler und Fahrerlose Transportsysteme (FTS) erfordern minimale Ebenheitstoleranzen nach VDMA oder DIN 15185. Wir fräsen Fahrgassen millimetergenau plan, entfernen „Waschbrett-Effekte“ in Bestandsböden und eliminieren Schüsselungen an Fugenübergängen, um Fahrzeugschwankungen und den Verschleiß an Flurförderzeugen zu stoppen.

Arbeiter bedient Bodenfräse zur Entfernung von alten gelben Markierungen und ölverschmutzten Schichten in einer großen Industriehalle - Visualisierung der Sanierung von Produktionshallen.

Sanierung von Produktionshallen

In der Industrie sind Betonböden oft tiefgreifend mit Ölen, Fetten oder Chemikalien kontaminiert. Kugelstrahlen reicht hier oft nicht aus. Wir fräsen die kontaminierte Kapillarschicht (2–5 mm) komplett ab, entfernen alte Fahrbahnmarkierungen restlos und schaffen einen sauberen, saugfähigen Untergrund für den Neuaufbau.

Baustellenteam beim Rückbau alter Bodenbeläge - Fräsen von Bitumenkleber und Teppichschaumrücken mit schwerem Gerät sowie Prüfung der Ebenheit - Visualisierung von Refurbishment.

Rückbau & Umnutzung (Refurbishment)

Bei der Umnutzung von Gewerbeflächen entfernen wir hartnäckigste Altbeläge: Zähe Bitumenkleber, Teppichschaumrücken, Fliesenkleber oder spröde Spachtelmassen werden mit PKD-Werkzeugen (Polykristalliner Diamant) aggressiv und rückstandsfrei abgeschält. Der ursprüngliche Estrich oder Beton wird freigelegt und für eine Sichtbeton-Optik oder Neubeschichtung vorbereitet.

Bauarbeiter fräst Betonboden zur Korrektur von Einbaufehlern während ein Kollege das Höhenniveau mit einem Laser prüft - Visualisierung von Mängelbehebung im Neubau.

Korrektur von Einbaufehlern

Wir korrigieren bauliche Mängel im Neubau effizient. Dazu gehören das Abfräsen von „Regenschäden“ (ausgewaschene, sandende Oberflächen), die Entfernung instabiler Sinterschichten oder die Korrektur von zu hoch eingebauten Bodenplatten, um das geplante Höhenniveau (Meterriss) wiederherzustellen.

Leistungsdaten für präzisen und kontrollierten Materialabtrag

Maschinenparameter und Abtragsleistung im Überblick

Unsere Fräsdienstleistungen basieren auf dem Einsatz schwerer, funkferngesteuerter Rotationstechnik. Wir definieren die Parameter Abtragstiefe und Werkzeugbestückung projektspezifisch, um maximalen Abtrag bei gleichzeitigem Schutz der Betonstatik zu gewährleisten.

Maschinengewicht & Anpressdruck

Bis 750 kg Einsatzgewicht sorgen für maximale Laufruhe und den notwendigen Druck, um auch härteste Altbeläge ohne Vibrationen zu entfernen.

Abtragstiefe pro Arbeitsgang

Variabel einstellbar je nach Anforderung, typischerweise zwischen 1 mm und 10 mm in einem einzigen Übergang.

Werkzeugtechnologie

Wir nutzen Polykristalline Diamanten (PKD) für das Abscheren thermoplastischer Beläge und Hartmetall-Segmente für den reinen Betonabtrag.

Oberflächenbild & Haftverbund

Das Verfahren hinterlässt eine planebene, raue und extrem griffige Oberfläche. Wir erzielen standardmäßig Haftzugwerte von > 1,5 N/mm².

Staubmanagement

Arbeiten im geschlossenen System. Angeschlossene Industrie-Sauganlagen mit HEPA-Hochleistungsfiltern (H-Klasse) minimieren die Staubbelastung.

Kompatible Untergründe

Bearbeitung von Beton, Zementestrich, Anhydrit, Gussasphalt und Magnesia-Estrich möglich.

Entfernbare Materialien

Epoxidharz- und PU-Beschichtungen, Spachtelmassen, zähe Bitumenkleber, Teppichschaum und Fliesenkleber.

Baustellenvoraussetzung

Für den Betrieb unserer Großmaschinen ist bauseits ein Starkstromanschluss (in der Regel 32A oder 63A CEE) erforderlich. Sollte keine entsprechende Infrastruktur vorhanden sein, stellen wir mobile Stromerzeuger bereit.

Häufige Fragen zu Planfräsen und Entschichten für Betonboden

FAQ: Planfräsen und Entschichten für Betonboden

Die Wahl des richtigen Vorbereitungsverfahrens entscheidet maßgeblich über die Wirtschaftlichkeit Ihres gesamten Bodenprojekts. Hier beantworten wir die kritischen Fragen zur technischen Überlegenheit des Planfräsens und der daraus resultierenden Materialeinsparung im Folgegewerk.

Grundsätzlich ja. Unser Verfahren ist kompatibel mit allen gängigen mineralischen Untergründen wie Beton, Zementestrich, Anhydrit sowie Magnesia- und Gussasphalt-Estrichen. Entscheidend ist die statische Tragfähigkeit der Decke, da unsere leistungsstärksten Fräsmaschinen ein Einsatzgewicht von bis zu 750 kg aufweisen. Bei kritischen Untergründen oder unbekannter Estrichgüte führen wir vorab eine Analyse der Oberflächenhärte durch.

In den meisten Sanierungsfällen: Ja. Zwar ist der reine Quadratmeterpreis für das Fräsen initial höher als beim Strahlen, doch die Gesamtkalkulation fällt oft günstiger aus. Der Grund: Kugelstrahlen reinigt nur, während das Planfräsen den Boden egalisiert. Durch die Herstellung einer absolut ebenen Fläche sparen Sie im nachfolgenden Gewerk massive Mengen an teurer Ausgleichsspachtelmasse oder Beschichtungsmaterial ein. Diese Materialeinsparung amortisiert die Fräskosten oft um ein Vielfaches.

Ja, das ist eine Stärke unseres Verfahrens. Herkömmliche Schleiftechnik würde bei thermoplastischen (elastischen) Belägen wie Bitumen, Teppichkleber oder Polyurethan durch die Reibungshitze „verschmieren“. Wir setzen daher spezielle PKD-Werkzeuge (Polykristalline Diamanten) ein. Diese schneiden den Belag kalt und aggressiv vom Untergrund ab, ohne die Werkzeugsegmente zu verkleben.

Wir arbeiten mit einem geschlossenen System. Unsere Fräsmaschinen sind direkt mit leistungsstarken Industrie-Filteranlagen verbunden, die den entstehenden Staub und das Abtragsgut unmittelbar an der Quelle absaugen. Ein staubarmes Arbeiten – auch in sensiblen Bereichen – ist somit gewährleistet, sodass parallel laufende Arbeiten oft nicht eingestellt werden müssen.

Nein. Im Gegensatz zu stemmenden Verfahren, die durch harte Schläge Mikrorisse im Betongefüge verursachen können, arbeiten unsere Rotationsfräsen substanzschonend. Der Abtrag erfolgt schneidend und vibrationsarm. Der statische Unterbeton bleibt intakt, lediglich die defekte oder kontaminierte Oberzone wird entfernt.

Durch das Fräsen erzeugen wir eine sehr raue, griffige Oberfläche mit vergrößerter Oberfläche. Dies ist die physikalisch ideale Basis für einen kraftschlüssigen Verbund. Wir erreichen standardmäßig Haftzugwerte, die den geforderten Mittelwert von 1,5 N/mm² für nachfolgende OS-Beschichtungssysteme sicherstellen oder übertreffen.

Ja. Da wir die Abtragstiefe variabel einstellen können (typischerweise 2–10 mm pro Übergang), lassen sich Höhenversätze an Plattenstößen oder generell zu hoch eingebaute Estriche und Bodenplatten auf das geplante Niveaumaß (Meterriss) korrigieren.

Nicht zwangsläufig. Das Fräsen hinterlässt eine raue Struktur, die ideal für neue Beschichtungen oder Fliesen ist. Alternativ können wir den freigelegten Beton jedoch durch weitere, feinere Schleifgänge glätten und im Superfloor-Verfahren zu einem hochbelastbaren, polierten Sichtbetonboden veredeln. Dies ist oft die nachhaltigste Lösung, da künftige Entschichtungen entfallen.

Unsere 750-kg-Großmaschinen bearbeiten die Fläche effizient. Für Ränder, Ecken und Stützenumfassungen setzen wir parallel dazu spezialisierte Handfräsen und kleinere Rotationstechnik ein. Wir garantieren einen bündigen Abtrag bis an die Wand, sodass keine manuellen Stemmarbeiten oder Höhenunterschiede verbleiben.

Unser Fräsverfahren ist hocheffizient. Mit unserer Maschinentechnik realisieren wir Tagesleistungen von bis zu 1.000 m². Da es sich um ein trockenes mechanisches Verfahren handelt, entfallen Trocknungszeiten. Die bearbeitete Fläche kann unmittelbar nach der Absaugung von den nachfolgenden Gewerken (Bodenleger, Beschichter) betreten und weiterbearbeitet werden.

Für den Betrieb unserer schweren Hochleistungsfräsen benötigen wir Starkstromanschlüsse (in der Regel 32A oder 63A CEE) in unmittelbarer Nähe zum Einsatzort. Sollte die entsprechende Infrastruktur auf Ihrer Baustelle nicht vorhanden sein, können wir mobile Stromerzeuger bereitstellen. Bitte informieren Sie uns darüber im Vorfeld.

Das abgefräste Material (Altbeschichtung, Kleber, Betonstaub) wird in unseren Absauganlagen gesammelt. Je nach Schadstoffbelastung des Altbelags kümmern wir uns um die fachgerechte Entsorgung oder stellen das Material in Big-Bags zur bauseitigen Entsorgung bereit. Dies wird vor Projektbeginn transparent vereinbart.

Technische Projektunterstützung

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Technische Projektklärung

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Wir klären die statische Machbarkeit und die notwendige Abtragstiefe für Ihr Objekt. Nutzen Sie unsere Expertise, um teure Planungsfehler bei der Untergrundvorbereitung zu vermeiden und den Materialverbrauch für den Neuaufbau zu minimieren.

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